Spannende F3L-DM in Uetze: Frank Holtz wird Deutscher Meister
Spannender Thermikflug, anspruchsvolle Wetterbedingungen und hochklassiger Modellflug: Vom 11. bis 13. September traf sich die F3L-Spitze zur internationalen Deutschen Meisterschaft des Modellflugsportverbandes Deutschland (MFSD) in Uetze. Gleichzeitig wurde der Wettbewerb als FAI World Cup und als CONTEST Eurotour-Wettbewerb ausgetragen.
Die Rahmenbedingungen für das Wettbewerbswochenende waren zunächst nicht einfach vorherzusagen. Die Wetterprognosen versprachen wechselhafte Bedingungen – doch letztlich zeigte sich das Wetter deutlich gnädiger als erwartet. So konnten am Samstag gleich sechs Wertungsdurchgänge in acht Gruppen geflogen werden. Bei ruhigen und fast windstillen Bedingungen, aber wenig thermischen Einflüssen mussten die Piloten ihr gesamtes fliegerisches Können unter Beweis stellen. Gerade die teilweise wechselnden und nicht immer leicht einzuschätzenden Flugbedingungen stellten eine Herausforderung dar.
Trotz dieser anspruchsvollen Bedingungen verlief der Wettbewerb am Samstag ausgesprochen zügig und reibungslos. Am Sonntag setzte sich das wechselhafte Wetter zunächst fort. Der Wind frischte etwas auf und ein kurzer Regenschauer sorgte zwischenzeitlich für eine Unterbrechung. Anschließend verbesserten sich die Bedingungen jedoch rechtzeitig zum entscheidenden Fly-Off der Senioren.
Spannung bis zum letzten Flug
Für das Fly-off qualifizierten sich die sieben besten Piloten des Wettbewerbs. In drei spannenden Fly-Off-Runden wurde schließlich der Deutsche Meister ermittelt.
Am Ende setzte sich Frank Holtz vor Henri Sander und Ivo Kulich (CZE) durch und sicherte sich den Titel des Deutschen Meisters F3L 2026. Damit krönte der F3L-Fachreferent des MFSD ein äußerst erfolgreiches Wettbewerbswochenende mit dem Meistertitel. Bei den Junioren setzte sich Finn Vorschulze vor Lars Schmidkunz und Jakob Ratschko durch. Beste Dame war Monique Wakkerman (NED) vor Paula Strauß und Corinna Weiß.
F3L steht für eine besonders zugängliche Form des Segelflug-Wettbewerbs. Die Modelle werden ausschließlich über Seitenruder, Höhenruder und Spoiler gesteuert und starten per Gummiseil-Hochstart. Ziel ist es, einen sechsminütigen Flug innerhalb einer vorgegebenen Rahmenzeit von neun Minuten zu absolvieren und anschließend möglichst punktgenau zu landen.
Gerade die Kombination aus einfacher technischer Ausstattung, taktischem Fliegen und der Suche nach der richtigen Thermik macht F3L zu einer attraktiven Wettbewerbsklasse.
Lob für das Organisationsteam
Ein besonderes Lob galt dem gesamten Organisationsteam in Uetze. Die gastgebende Mannschaft hat die Veranstaltung gemeinsam mit dem MFSD hervorragend vorbereitet und durchgeführt. Auch kleinere Zwischenfälle konnten schnell und unkompliziert gelöst werden. So musste beispielsweise nach einzelnen Landungen in einer Baumreihe kurzfristig ein Hubsteiger organisiert werden, um die Modelle sicher aus den Bäumen zu bergen. Glücklicherweise blieben größere Schäden aus.
Die DM in Uetze unterstrich einmal mehr die hohe Qualität und Attraktivität der F3L-Wettbewerbe in Deutschland. Durch den zusätzlichen Status als FAI World Cup und CONTEST Eurotour konnte die Veranstaltung zudem ein internationales Umfeld bieten und den deutschen Wettbewerb in den internationalen F3L-Kalender einordnen. Der MFSD bedankt sich bei allen Teilnehmern, Helfern und dem Organisationsteam in Uetze für ein sportlich anspruchsvolles und zugleich ausgesprochen harmonisches Wettbewerbswochenende.

56 Teilnehmer waren zur DM gemeldet

Am Samstag waren die Bedingungen ungewöhnlich ruhig für norddeutsche Verhältnisse

Henri Sander (später Vizemeister) beim Start

Das Catering der MFG Uetze ließ keine Wünsche offen

An 7 Startplätzen werden die Modelle zeitgleich gestartet

Finn Vorschulze (später Juniorenmeister) beim Start

Spannung im Fly-off: Fast alle Teilnehmer landen zum Ende der vorgegebenen Flugzeit

Eine Baumreihe im Lee wirkte auf einige Flugmodelle magnetisch

Juniorenpodium: Finn Vorschulze vor Lars Schmidkunz und Jakob Ratschko

Seniorenpodium: Frank Holtz vor Henri Sander und Ivo Kulich

