Über 500 km/h in Ballenstedt: Deutsche Meisterschaft F3Speed begeistert mit Rekorden und internationalem Teilnehmerfeld
Ballenstedt, 30. August 2026 – Drei Tage Hochgeschwindigkeit, packende Duelle und beeindruckende technische Innovationen: Vom 28. bis 30. August traf sich auf dem Verkehrsflugplatz Ballenstedt die deutsche Elite des F3Speed-Modellflugs zur Deutschen Meisterschaft 2026. Trotz kräftigen Windes und zwischenzeitlichen Regens lieferten sich 28 Piloten aus Deutschland, Italien und der Schweiz spektakuläre Wettbewerbe mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 538 km/h.
Die hervorragend vorbereitete Wettbewerbsstätte und die gewohnt reibungslose Zusammenarbeit mit dem Flugplatz-Team um Uwe Gröschler sorgten dafür, dass insgesamt sechs Wertungsdurchgänge durchgeführt werden konnten.
Spektakuläre Geschwindigkeiten in allen Klassen
Besonders eindrucksvoll präsentierten sich die Elektroflächenmodelle. In der Klasse F3Speed F72 setzte sich Markus Schweinhuber mit herausragenden 538 km/h an die Spitze. Tim Moldtmann folgte mit 525 km/h, während Oliver Zanker mit 502 km/h das Podium komplettierte.
Auch in der Klasse F42 wurde die 500-km/h-Marke gleich mehrfach geknackt: Oliver Zanker sicherte sich mit 506 km/h den Deutschen Meistertitel vor Tim Moldtmann (504 km/h) und Fabio Berger (468 km/h).
Bei den Verbrennermodellen zeigte sich ebenfalls eine deutliche Leistungssteigerung. In der Klasse F3Speed A sorgten zahlreiche Flüge jenseits der 300-km/h-Grenze für Begeisterung. Harry Boos gewann mit 340 km/h vor Carsten Göpf (335 km/h) und Mario Felden (318 km/h).
In der Klasse F3Speed B-D dominierte Carsten Göpf mit beeindruckenden 383 km/h und holte sich damit den Deutschen Meistertitel. Oliver Zanker (327 km/h) und Harry Boos (326 km/h) komplettierten das Podium.
Hubschrauber zeigen eindrucksvolle Performance
Auch die Speed-Helikopter sorgten für staunende Zuschauer. Holger Giersiepen gewann die Klasse H72 mit 324 km/h vor Jochen Verführt (300 km/h) und dem Schweizer Nicky Arnold (296 km/h).
In der Klasse H42 setzte sich Giersiepen erneut durch und erreichte 277 km/h. Dahinter folgten Roberto Leschiutta aus Italien (252 km/h) sowie Nicky Arnold (241 km/h). Besonders viel Aufmerksamkeit erhielten zudem zwei Eigenbau-Helikopter der 600er-Klasse von Mathias Kaufmann und Markus Schweinhuber, die eindrucksvoll zeigten, welches Potenzial auch individuelle Konstruktionen besitzen.
Innovation trifft Nachwuchs und Vielfalt
Neben den offiziellen Wettbewerbsergebnissen sorgten auch außergewöhnliche Einzelvorstellungen für Gesprächsstoff. Markus Schweinhubers Micromonster erreichte bemerkenswerte 378 km/h, während Daniel Löws Microblade auf beeindruckende 490 km/h beschleunigte.
Ein positives Signal für die Entwicklung der Klasse: Inzwischen gehen drei Frauen regelmäßig bei F3Speed-Wettbewerben an den Start – ein erfreulicher Schritt für mehr Vielfalt im Hochgeschwindigkeits-Modellflug.
Blick in die Zukunft
Bei der Sportausschuss- und Pilotenbesprechung wurden wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Daniel Löw wurde zum neuen Pilotensprecher gewählt, Tim Moldtmann übernimmt künftig als Referent den Bereich Elektrofläche. Darüber hinaus verständigten sich die Teilnehmer auf die Einführung eines modernen UWB-Tag-Messsystems, das künftig weltrekordtaugliche Zeitmessungen ermöglichen soll.
Dank an die Unterstützer
Der Wettbewerb wurde von zahlreichen Partnern unterstützt. Ein besonderer Dank gilt RC-Network, der Werner Großkopf Automatendreherei GmbH sowie YGE, die die Deutsche Meisterschaft F3Speed 2026 als Sponsoren begleitet haben.




