Deutsche Freiflugmeisterschaft vom 4. – 6. September 2026 in Manching-Feilenmoos
103 Freiflug-Sportler kämpften an drei Tagen auf dem Bundeswehr-Erprobungsgelände Manching-Feilenmoos um acht deutsche Meistertitel, dabei waren 17 Junioren und Jugendliche. Die Wettervorhersage war für den Samstag nicht verlockend, vor Ort war es deutlich besser, vor allem der Regen hörte vor Wettbewerbsbeginn auf. Der Wind erforderte allerdings zum Teil reduzierte Maximalflugzeiten: am Freitagnachmittag und am Samstag in zwei Durchgängen von 180 Sekunden auf 150 Sekunden. Ansonsten zeigte sich das Gelände von seiner guten Seite, keine Wasserpfützen, in denen die Modelle landen könnten, und auch kein hohes Gras, in das sich die Hochstartleinen verwickeln könnten. Der Wind blies zwar mit 4 bis 7 m/sec., aber immer etwa in der Längsrichtung des Geländes.
Das erste Highlight war das F1A-Stechen (Segler) am Sonntagmorgen um 7:30 Uhr. Für die vier Piloten war ein Max. von 600 sec. vorgegeben, Dirk Halbmeier (BB) wurde mit 408 sec. neuer Deutscher Meister vor Uwe Rusch (MFSD-SO) mit 369 sec. und der besten Platzierung eines Juniors in der ganzen Meisterschaft auf Platz drei, Albert Niemierski (BB) mit 342 sec.
Da für Sonntag ruhiges Wetter angekündigt war, wurden alle anderen Klassen verschoben. Bei schwachem Wind von 2 bis 3 m/sec konnten alle sieben Durchgänge planmäßig mit 2×240 sec. und 5×180 sec. geflogen werden. In F1C wurde entschieden, im Stechen die drei Piloten auf 3 Minuten fliegen zu lassen und dann die Höhe auszuwerten. Neuer Deutscher Meister wurde Erik Niemierski (BB) mit 157 m. Das Stechen in F1B (Gummimotor), für das um 18:45 bei ziemlich ruhiger Luft 8 Minuten angesetzt waren, war sehr eindrucksvoll. Zwei Modelle wählten mit großen Kreisen denselben Kurs. Bernhard Schwendemanns (BW) Modell landete nach 415 sec., das von Hubert Pietzko (NW) nur 3 Sekunden früher.
In F1H (kleine Segler) siegte nach Stechen Uwe Rusch (MFSD-SO) vor Jörg Schellhase (NW). In F1Q (Elektroflug) wurde für das Stechen das Energiekontingent auf 1 Joule/g halbiert. Mit 209 Sekunden flog Dieter Paff (BY) am längsten, vor Marcel Amthor (MFSD-SO) mit 181 Sekunden Bei den kleinen Elektroseglern F1S siegte Marcel Amthor.
Die weiteren besten Junioren ihrer Klassen waren: Lara Horak in F1B und in F1Q (MFSD), Marlene Paoli in F1H (MFSD-SO) und Oskar Amthor (MFSD-SO) in F1S. Alle Ergebnisse und viele Fotos gibt es unter https://www.thermiksense.de/ergebnisse-2026/

Die Sieger in F1A: 3. Albert Niemierski, 1. Dirk Halbmeier 2. Uwe Rusch (v.l.) (Bild: Wolfgang Gerlach)

Die Sieger in F1B: 3. Peter Windisch, 1. Bernhard Schwendemann, 2. Hubert Pietzko, 4. Michael Seifert (v.l.) (Bild: Wolfgang Gerlach)

Siegfried Püttner mit einem F1A-Modell (Bild: Bernhard Schwendemann)

Die Startstellen beim F1B-Wettbewerb (Bild: Ansgar Nüttgens)
Text: Bernhard Schwendemann

