WM und EM im Freiflug in Nord-Mazedonien

WM und EM im Freiflug in Nord-Mazedonien

Deutsche Freiflieger gewinnen „Challenge 2026“ in Nord-Mazedonien

Bei der Senioren-Europameisterschaft und der parallel ausgetragenen Junioren-Weltmeisterschaft im Freiflug in Prilep, Nord-Mazedonien, haben die deutschen Teams starke Ergebnisse erzielt. Besonders die Senioren kehrten nach sechs Wettbewerbstagen mit dem Gewinn der „Challenge 2026“ zurück: In der Gesamtteamwertung waren die deutschen Freiflieger damit das beste Team Europas.

Die 14-köpfige deutsche Seniorenmannschaft überzeugte auch in den einzelnen Klassen. In der Klasse F1B mit Gummimotor errangen Bernhard Schwendemann, Andreas Gey, Lara Horak und Stanislav Babakaev den Vize-Europameistertitel in der Teamwertung. Ebenfalls Silber ging in der Elektroklasse F1Q an André Seifert, Jens Stemmler, Paul Seren und Daniela Seren. Die F1C-Piloten Claus-Peter Wächtler, Daniel Seifert und Philipp Seifert gewannen Bronze.

Auch in den Einzelwertungen gab es herausragende Platzierungen: Lara Horak wurde Europameisterin in der Frauenwertung der Klasse F1B. André Seifert gewann in F1Q Bronze. Claus-Peter Wächtler verpasste eine Medaille nur knapp und belegte nach einem Stechen Rang vier, nachdem sein Motor nicht angesprungen war.

Zum Erfolg der Mannschaft trugen neben den Piloten auch Teammanager Michael Jäckel und seine drei Assistenten wesentlich bei. Die Teammitglieder unterstützten sich gegenseitig, etwa als Rückholer der Modelle und beim „Thermikwedeln“.

Die Europameistertitel gingen in F1A (Segler) an Tapio Hanhilammi aus Finnland, bei den Frauen an Tereza Vosejpkova aus Tschechien und in der Teamwertung an Kroatien. In F1B (Gummimotor) gewann Jes Nyhegn aus Dänemark, während Lara Horak die Frauenwertung für Deutschland entschied; die Mannschaftswertung gewann Israel. In F1C siegte Vasyl Zosymenko aus der Ukraine, die Teamwertung ging ebenfalls an die Ukraine. In F1Q gewann Franco Gradi aus Italien, Daniela Seren wurde beste Frau, und Israel holte den Teamtitel.

Maria Horak ist Europameisterin der Frauenwertung in F1B
André Seifert startet sein Elektroflugmodell F1Q

Bestes Teams Europas, die deutsche Mannschaft gewinnt den „Challenge 2026“ bei der Freiflug-EM (Foto Andreas Rink)

Junioren-Weltmeisterschaft mit 120 Teilnehmern

Parallel zur Senioren-Europameisterschaft fand vom 26. Juli bis 2. August ebenfalls in Prilep die Junioren-Weltmeisterschaft der Klassen F1A, F1B, F1P und F1Q statt. Insgesamt gingen 120 Junioren aus 17 Ländern an den Start. Neben den europäischen Nationen waren auch große Mannschaften aus China und den USA vertreten.

Die „Junior World Championship Class F1 Challenge 2026“ gewann die Mannschaft der USA vor China und Estland. In der Klasse F1A wurde Roie Treiwis aus Israel Weltmeister. Die Mädchenwertung gewann Maya Teodora Tutelea aus Rumänien, während Tschechien die Teamwertung für sich entschied. In F1B siegte Elouan Rigault aus Frankreich, beste Juniorin war Xiangxue Ji aus China. Auch die Teamwertung in dieser Klasse gewann China.

In der Verbrennerklasse F1P lag John Kim aus den USA vorn. Xiangxue Ji gewann auch hier die Mädchenwertung, während die USA den Mannschaftstitel holten. Weltmeister in der Elektroklasse F1Q wurde Georg Leomar aus Estland. Meital Zayats aus den USA gewann die Mädchenwertung, und Estland siegte in der Teamwertung.

Deutschland war bei den Junioren mit jeweils vollständigen Teams in F1A, der Klasse für Segler, und F1B, der Klasse mit Gummimotor, vertreten. In F1P und F1Q gingen keine deutschen Teilnehmer an den Start. Ein Team besteht aus drei Piloten; ist mindestens ein Mädchen beziehungsweise eine junge Frau dabei, dürfen vier Starter gemeldet werden. Für die Mannschaftswertung wird dann das schwächste Einzelergebnis gestrichen.

Die deutschen Junioren konnten zwar nicht ganz an die außergewöhnlichen Erfolge der Senioren anknüpfen, erzielten aber solide Platzierungen. In F1A belegte Lars Rink aus Hessen Rang 15. Carlos Lammersmann Gozalo aus Nordrhein-Westfalen wurde 27., Adrian Drelse aus Sachsen 28. und Carina Lammersmann Gozalo aus Nordrhein-Westfalen 46. In der Mädchenwertung kam Carina Lammersmann Gozalo auf Platz 12. Die deutsche Mannschaft erreichte in F1A Rang 6.

In F1B war Carlos Lammersmann Gozalo mit Platz 9 bester deutscher Teilnehmer. Matthias Tanner aus Sachsen belegte Rang 18, Lara Maria Horak wurde 24. und erreichte zugleich Platz 7 in der Mädchenwertung. Carina Lammersmann Gozalo kam auf Rang 30 sowie auf Platz 9 bei den Mädchen. Auch das deutsche F1B-Team belegte Rang 6.

Senioren und Junioren unterstützten sich während der Wettbewerbstage gegenseitig, unter anderem beim Rückholen der Modelle und bei der Betreuung am Flugfeld. Im Vorfeld hatten die in Nord-Mazedonien üblichen hohen Sommertemperaturen von 35 bis 40 Grad Sorgen bereitet. Während der Wettbewerbe war es in Prilep jedoch fünf bis zehn Grad „kühler“ als zeitgleich in Süddeutschland.

Weitere Ergebnisse, Hintergrundinformationen und Fotos finden sich im Blog von Thermiksense:
https://www.thermiksense.de/2026-f1ebene-nord-mazedonien/.

Text: Bernhard Schwendemann. Fotos: Bernhard Schwendemann und Andreas Rink.

Adrian Drelse mit seinem F1A-Modell
Carlos Lammersmann Gozalo startet sein F1B-Modell

Junioren-Team  Matthias Tanner, Lars Rink, Carlos du Carina Lammersmann Gozalo, kniend Adrian Drelse und Lara Horak mit den Kai Lammersmann (Teammanager Assistent li.) und Michael Jäckel (Teammanager re.) – Foto Andreas Rink

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