Meilensteine des MFSD – Teil 3:

Meilensteine des MFSD – Teil 3:

Im dritten Teil der Serie „Meilensteine des MFSD“ blicken wir auf die erfolgreiche Abwehr des geplanten „100-Meter-Deckel“ und die damit in Verbindung stehende Einführung des Kenntnisnachweises (heute Schulungsnachweis) als wegweisende Lösung für den Modellflug.

Mitte der 2010er-Jahre plante das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), eine pauschale Höhenbegrenzung von 100 Metern für unbemannte Luftfahrzeuge einzuführen. Für den Modellflug hätte dies massive Einschränkungen bedeutet – viele Disziplinen wären praktisch nicht mehr ausübbar gewesen.

Der Modellflug im Deutschen Aero Club e.V. (DAeC) erkannte früh die Tragweite dieser Pläne und ging aktiv in den Dialog mit Politik und Behörden. Statt sich ausschließlich gegen die Regelung zu stellen, entwickelte der DAeC gemeinsam mit den Verantwortlichen im MFSD konkrete Lösungsvorschläge. Im Mittelpunkt stand dabei ein Ansatz, der auf Qualifikation und Eigenverantwortung setzt.

Das Ergebnis dieser intensiven Gespräche war ein entscheidender Kompromiss: Der pauschale „100-Meter-Deckel“ konnte verhindert werden. Stattdessen wurde der „Kenntnisnachweis für Modellflieger“ eingeführt.

Damit gelang es dem DAeC, gemeinsam mit dem MFSD, eine praxisgerechte und zugleich sichere Lösung zu etablieren. Gleichzeitig wurde der Modellflug klar vom allgemeinen Drohnenbetrieb abgegrenzt.

Bis heute wirkt dieser Erfolg nach: Der damalige Ansatz findet sich in den heutigen Verbandsregeln wieder.

Für den MFSD war es damals, gemeinsam mit dem Modellflug im DAeC, eine der ersten Aufgaben der politischen Lobbyarbeit. Durch frühzeitiges Engagement, fachliche Argumente und konstruktive Vorschläge konnten wir maßgeblich dazu beitragen, den Modellflug in Deutschland vor weitreichenden Einschränkungen zu bewahren.

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